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EINLEITUNG
Seit Jahrtausenden wurde Fort Selkirk von den Northern Tutchone besucht. Eine kurze Zeit lang Mitte des 19. Jahrhunderts und später ab 1889 teilten sich die Ureinwohner diesen Ort mit europäischen Händlern, Missionaren und Siedlern. Nach dem ersten Kontakt der beiden Kulturen wurden sie mehr und mehr voneinander abhängig. Die Northern Tutchone nahmen bereitwillig neue technische Erfindungen des weißen Mannes auf. Die Europäer verließen sich auf das traditionelle Wissen der Ureinwohner, um in diesem harschen Land überleben zu können.
In der Beziehung zwischen den Northern Tutchone und den weißen Einwohnern von Fort Selkirk gab es auch negative Aspekte. Die Angehörigen des Ureinwohnerstammes litten unter den sozialen Veränderungen, Epidemien und sinkenden Wildbeständen. Nichtsdestotrotz vereinigten sich beide Kulturen bei der Arbeit, bei Krisensituationen wie Waldbrandbekämpfung und manchmal auch in Eheschließungen. Fort Selkirk liefert ein Beispiel dafür, dass Unterschiede nicht notwendigerweise zu Separation oder Auseinandersetzung, sondern auch zu Vielfalt führen können.
Seit 1982 arbeiten Angehörige der Selkirk First Nation und der Regierung des Yukon, Abteilung für Kulturerbe zusammen, um den Ort zu erhalten und zu pflegen. Im Jahr 1990 einigten sich beide Gruppen auf einen Plan zum Schutz und Management der Stätte zum Wohl aller Yukoner. Der Fort Selkirk Management Plan erkennt diese Gegend als einen lebendigen und historischen Ort und als Teil des Heimatgebietes der Selkirk First Nation an.
Heutzutage reifen die Früchte der vergangenen und gegenwärtigen Bestrebungen. Jeden Sommer kehrt eine kleine, vom Ureinwohnerstamm und der Regierung geförderte Mannschaft bestehend aus Mitgliedern der Selkirk First Nation zurück, um der Stadt zu ihrer vergangenen Schönheit zurückzuhelfen.
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